Sonntag, 22. März 2009

Der Albtraum gegenüber

Jetzt scheint die Sonne. Doch wegen einer Mittelohrentzündung kann ich diese nicht gebührend geniessen wie ich es täte, wenn ich nicht diese Entzündung und grippale Erscheinungen hätte. Wenigstens ist es noch kühl, so verpasse ich nicht allzu viel. So tigere ich also im Haus herum, höre leise Musik und suche Ohrentropfen.
Als ich dann vorhin nichtsahnend aus dem Fenster schaute, sah ich es: Es ist rund, von einem schwarzen Netz umgeben, steht auf Metallstangen und steht sozusagen genau vor meinem Zimmerfenster; ein blaues Trampolin. Im Garten meiner hyperaktiven, zu Schreianfällen-neigenden, 7jährigen Nachbarin. Dieses Mädchen ist der Horror. Ich habe grundsätzlich nichts gegen Kinder, solange sie ruhig und nett sind. Bevor sie, nennen wir sie mal ganz realitätsungetreu Chiara, schreien konnte, schrie ihre Mutter. Im Winter wars meistens ruhig, aber sobald es wieder etwas milder wurde, ging es los: "Nei Chiiara, lah das los! Chum etzt ine! Chiara heb still, wenn ich dir dini Barbieschüeli probier azlegge! Hör mal uf!" Meine Mutter und ich überlegten uns ernsthaft, ob wir ihnen einen Elternratgeber in den Briefkasten werfen sollten. Das unterliessen wir aber.
Dann wurde Chiara älter und ein bisschen nett. Ich tauschte sogar manchmal ein paar Sätze mit ihr. Doch Mütter vererben und in diesem Fall hat das diese Mutter erfolgreich getan. Und jetzt dieses Trampolin. Ich sehe sie schon lauthals schreiend und weinend ins Haus rennen, mit dem Satz: "Mami, ich han wele en Salto mache, bin aber mit em Chüni uf de Ferse uftätscht und mini Haar händ sich im Netzt verfangt." Die Reaktion der Mutter will ich mir gar nicht erst ausdenken.

Dienstag, 10. März 2009

Verbucht

Ich lese zur Zeit fünf Bücher gleichzeitig. Mein persönlicher Rekord bis anhin.
Doch wenn man in den Zeitungen nur noch von Mädchenmorden und Roman Kilchsperger liest, bleibt einem ja nichts anderes übrig, als in jeder Tasche ein Buch zu haben und überall, sogar in der Bar am Abend, zu lesen.
Hier eine kurze, prägnante Vorstellung:

Buch Nummer 1:

Neue Vahr Süd von Sven Regener

gesellschaftskritisch
amüsant
unheimlich dick

Buch Nummer 2:

Miss Universum von Michèle Roten

leicht zu lesen
Niveau schwankend
wegen Lachrisiko hoch 56 nicht geeignet als Zuglektüre

Buch Nummer 3:

Twilight von Stephenie Meyer

Hab die Bücher gelesen und den Film gesehen. Buch super, Film sehr schlecht. Lese es nochmals um mir selber zu beweisen, dass meine Kritik gegenüber der Verfilmung berechtigt ist.

Buch Nummer 4:

Das Tennis-Genie von René Stauffer

Biographie von Federer. Hab gerade erst angefangen. Und frag mich warum.

Buch Nummer 5:

Edith Piaf von Joelle Monserrat

Beeindruckende Biographie
Sauschlechte Sprache
Mais je ne regrette rien.